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Veloabstellplätze sind halt keine Autoabstellplätze

Der Stadtrat Zug und sämtliche Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission hatten dem Bau einer vollautomatischen Velostation am Bahnhof Zug für Fr. 310'000.- zugestimmt. SFr. 280'000.- standen schon aus dem Fond für die Verbesserung der Infrastruktur des öffentlichen und nicht motorisierten Verkehr bereit. Der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug hätte also lediglich einmalig SFr. 30'000.00 zu Lasten der Investitionsrechnung sprechen müssen. Dennoch fand sich keine Mehrheit.

Es bleibt bei den Velohelmschliessfächern.

Es hätten 55 gesicherte Veloabstellplätze realisiert werden können, mit Option zur Erweiterung auf 110 Plätze in einer 2. Etappe. In der 1. Etappe wäre ein Veloabstellplatz auf Fr. 5'636.00 zu stehen gekommen.

Die SVP forderte keinen vollautomatischen Betrieb sondern ein Beschäftigungsprogramm wie in Luzern, mit jährlich wiederkehrende n Kosten von SFr 300'000.00! Kurz zuvor mokierte sie sich noch allgemein über die bereits bestehenden teuren Beschäftigungsprogramme in Zug, welche keine Erfolge erzielten. Auch wenn die Idee eines Beschäftigungsprogramms nicht schlecht ist - das Votum kann so nicht Ernst genommen werden.


Der Grosse Gemeinderat will nichts gegen Vandalenakte unternehmen.


Die CVP fand es ungerechtfertigt, wenn nur für 55 Abstellplätze eine Velostation gebaut würde. Die erste Vorlage für 110 Abstellplätze wies sie am 28.10.2003 jedoch zurück, da ihnen die Investitionen zu hoch erschienen. Man müsse redimensionieren. Sie argumentierte ausserdem, dass die Kosten pro Abstellplatz nun ja höher ausfielen, was vollkommen logisch ist, da die Grundinvestitionen sich gleich bleiben. Mit dieser Argumentationsweise kann man jede Bauvorlage ad absurdum führen.

Die CVP forderte stattdessen die Überwachung sämtlicher Abstellplätze mit Videokameras und Securitas. Dies würde allerdings noch einiges mehr an Kosten verursachen. Auch diese Idee wäre ja eigentlich nicht schlecht. Sie senkten aber gleichzeitig den jährlichen Bruttokredit für den Betrieb und Unterhalt aller Veloabstellplätze von SFr. 30'000.- auf SFr. 20'000.-!

Was ist also vom Einsatz der IG Velo Zug und von der Motion betreffend Schaffung einer Velostation beim neuen Bahnhof Zug geblieben? Nichts!

Wir werden uns aber weiterhin für eine Lösung der Veloprobleme am Bahnhof einsetzen. Die ersten Ideen sind bereits für das weitere Vorgehen vorhanden und die ersten Telefonate mit den entsprechenden Personen geführt."

Übrigens: Die Planung für den Bau eines Parkhauses am Postplatz ist schon weit fortgeschritten. Die Kosten für einen Autoparkplatz werden auf SFr. 72'000.- geschätzt! Nun - ein Auto ist halt kein Velo, sondern ein „richtiges“ Fahrzeug – und Parkplatz ist nicht gleich Parkplatz.

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